Liebe Freunde und Kollegen,

nachfolgend ein Pressebericht im SPIEGEL:

Monsanto schasst wichtigsten Lobbyisten

Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,799964,00.html

Er tat, was er konnte - doch es hat nicht gereicht: Der Agrar-Multi Monsanto hat seinen obersten Pressechef in Deutschland entlassen. Der hatte es trotz immensen Einsatzes nicht geschafft, das Image des US-Gentechnikkonzerns zu verbessern.

Hamburg - Der US-amerikanische Agrar-Multi Monsanto hat seinen wichtigsten Strippenzieher in Deutschland vor die Tür gesetzt: Andreas Thierfelder, langjähriger Director Corporate Affairs, hat das Unternehmen nach Informationen des SPIEGEL bereits Ende August verlassen, seine Stelle wurde ersatzlos gestrichen. Thierfelder war der Chef-Lobbyist und das Sprachrohr für den umstrittenen Gentechnik-Konzern in Deutschland.

Seine Entlassung sei Teil einer Umstrukturierung, hieß es beim Unternehmen. Künftig übernehme die Geschäftsführung einige der Bereiche. Als Grund für die Entlassung vermuten Branchenkenner jedoch die relative Erfolglosigkeit von Thierfelders Arbeit: Zwar ist der Chef-Lobbyist ohne Unterlass auf Podiumsdiskussionen und in den Hinterzimmern der Politik aufgetreten. Gebracht aber hat das kaum etwas, das Image von Monsanto in der Öffentlichkeit ist schlechter denn je. Selbst die Politik lässt inzwischen die Finger von gentechnik-freundlichen Entscheidungen. Trotzdem seien Deutschland und Europa ein wichtiger Markt, heißt es bei dem Unternehmen. Allerdings würden die Ressourcen jetzt auf Regionen konzentriert, in denen die Akzeptanz von Gentechnik höher sei.

Kommentar dazu:

Mit der Jahreszahl „2000“ hieß es in einer Studie Ende der Neuziger Jahre, werde die Gentechnik in Europa etabliert sein. Monsanto versuchte alles, um die Abhängigkeit der Bauern und damit die Kontrolle über die Nahrungsmittel zu sichern. Jetzt schreiben wir demnächst das Jahr 2012 und man ist über das Versuchsstadium nicht hinausgekommen. Da konnten auch andere Lobbyisten, wie Bleser, Happach-Kasan und Lehmer, nichts bezwecken. Ich war bei vielen Tagungen, in denen Dr. Thierfelder auftrat. Immer wieder betonte er, Monsanto sei kein Wohlfahrtsunternehmen. Es gehe einzig und allein darum, die Aktionäre gut zu entlohnen und Gewinne zu erzielen. Das ganze Kapital und die Macht, die er im Hintergrund hatte, nutzten nichts. Ich kenne auch viele Vertreter, die sich einst so intensiv für Monsanto einsetzten. Nach kurzer Zeit gaben sie trotz guter Arbeit (für den Arbeitgeber) auf.

Und warum das alles???  ---  Weil es im ganzen Land, ja in ganz Europa, unzählige Menschen und Organisationen gibt, die die ganze Sache durchschaut haben. Früher fiel man bei Veranstaltungen „fast auf die Knie“, wenn ein hochrangiger Funktionär oder Politiker anwesend war. Heute werden sie heimgeschickt, wenn sie uns weiterhin den Blödsinn über die Gentechnik erzählen. Ein hoher Regierungsbeamter meinte einmal: „Ich fahre nicht mehr hinaus zu den Podiumsdiskussionen, weil die Bürger heute schon mehr Hintergrundwissen haben als wir. Wir haben scheinbar die falschen Informanten“. Politik und Verbände rotieren nur noch. Sie reagieren nur noch, statt zu agieren, ob bei Gentechnik, neuem Dioxinskandal oder Antibiotika.

Wenn man obenstehenden Bericht des SPIEGEL liest, kann man nur eines sagen: „Herzlichen Glückwunsch und Danke an alle Organisationen, die durch ihre unermüdliche Arbeit das fertig gebracht haben. Der Urheber aller Gentechnik ist maßlos gescheitert. Macht weiter so, damit wir frei bleiben. Wir haben die Agro-Gentechnik noch nicht, und das wird auch so bleiben.


Als Ergänzung noch eine Information aus dem Raum Ludwigsburg in Baden Württemberg:

http://www.gentechnikfrei21.de

http://www.marbacher-zeitung.de/mbz/page/detail.php/3009269

Hier war ich letzten Donnertag zum Vortrag. Gigantisch, was dort auf die Beine gestellt wurde und wird. Aber wie überall hatte ich auch hier wieder mit einem Problem zu kämpfen, das eigentlich keines ist. Im Ankündigungstext der Presse erklärte der Bauernverbands-Kreisvorsitzende, dass man gentechnikfreie Tierernährung nicht so hochheben soll, weil es im Futter keine Alternativen gebe. Im Klartext, es gibt zu wenig Futtermittel. Obwohl diese Aussagen so dermaßen widerlegt ist und jeden Tag jeder interessierte Bürger das selbst feststellen kann, verbreitet man diese Lügen weiter und verunsichert damit die Bauern und Verbraucher mit dem Ziel, den ungebremsten Höhenflug der neuen Lebensmittelkennzeichnung „Ohne Gentechnik“ über den Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG), zu stoppen. In der ganzen Republik wird von BV-Funktionären die gleiche Aussage gemacht, was auf eine entsprechende Schulung seitens der Verbandszentrale deutet. Trotz Schweigens bei der Diskussion kommentierte er dann im Pressebericht den Vortrag als polemisch, weil er nicht in seinem Stil war. Für solche Leute ist die Zeit abgelaufen. Thierfelder war der Anfang.

Als endgültige Erklärung: Jeder Landwirt kann in jeder Region, zu jeder Jahreszeit, jede gewünschte Menge gentechnikfreie Futtermittel beziehen, wenn sie nachgefragt werden und die Händler wollen. Wer hierzu Informationen will, bitte um Mailanfrage. Mehrpreise für gentechnikfreie Futtermittel, auch Soja, wird es künftig nicht mehr geben. Der Markt dreht gigantisch und bald wird „Ohne Gentechnik“ der Marktstandard sein. Wer künftig seine Tiere gentechnisch verändert füttert, wird Verkaufsprobleme bekommen und Abzüge im Preis. Ob das weniger ist, als sich ein Landwirt durch etwas billigere genveränderte Futtermittel spart, sei zu bezweifeln. Auch der Mehraufwand durch Krankheitskosten mit pflanzenschutzmittelhaltigen genveränderten Futtermitteln zehrt an der Kostenschraube. Diese Marktaussagen werden heute manche noch anzweifeln, obwohl sie so sicher sind, wie das Amen in der Kirche. Aber keine Sorge, standardmäßig gentechnikfreie Erzeugung in Deutschland und Österreich wird die Erzeugerpreise heben, wenn die Produkte „nicht tauschbar“ und nicht als „Massenprodukt QS- oder AMA-zertifiziert“ sind. Wer noch mehr erzielen will, muss noch was Besseres erzeugen. Der Zukunft gehört eindeutig „Regional + Ohne Gentechnik“. Erhaltet euere regionalen Verarbeiter, Molkereien und Fleischverarbeiter. Und jeder Konsument soll nur noch heimisch erzeugte, gentechnikfreie Lebensmittel kaufen.


Und noch ein weiterer Hinweis zum Mitmachen von Andrea Dornisch

www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2011/11/01/gentechnik-und-kirch

In der evangelischen Kirche in Mitteldeutschland möchte sich derzeit ein Professor etablieren. Leider agiert er mit dermaßen widerlegten Aussagen, dass sich die Balken biegen. Er findet sogar Gleichgesinnte, die ihn unterstützen. Wohlgemerkt, es handelt sich nicht um die evangelische Kirche im Gesamten. Die große Mehrheit distanziert sich von diesem Professor.

Bitte richtig verstehen – ich habe nichts gegen Diskussionen, aber sie sollen auf Fakten beruhen und nicht auf Märchen. Auffällig ist auch, dass Herr Prof. Szibor auf einige handfeste Kommentare nicht antwortet. Es fehlt ihm das Praxiswissen. Aber allein die Tatsache, dass die Genkonzerne Aktiengesellschaften sind, entbehrt schon jeglicher Pro-Diskussion. Und die Tatsache, dass nachweislich mehr als 95 % der Gentechnikforscher von den Konzernen abhängig sind, erklärt den Rest. Herr Prof. Szibor soll zuerst seine Verbindungen zu früheren und gegenwärtigen Auftraggebern offenlegen, dann haben wir eine Basis für Diskussionen.

Habt ihr euch noch nicht beteiligt? Na dann los ….. ☺

Kommentare (2)
2Donnerstag, 21. Februar 2013 10:49
mir auch
Diese geistigen Mißgeburten gehören bloßgestellt, weltweit. Forschung im Dienste des PROFITS oder im Dienst des KRIEGES kann nur Zerstören. Ausgekreuzte manipulierte Gene sind nicht mehr einzufangen. Die tödliche Wirkung von genmanipulierten Futtermitteln ist bewiesen!
1Freitag, 10. August 2012 18:36
Ist doch egal
Sehr gut. Einem Verein wie Monsanto darf man sowieso niemals vertrauen. Das hat bereits die Vergangenheit mit etlichen Verschleierungsaktionen rund um PCB, Agent Orange oder Aspartam gezeigt. Ohne Gegenwehr geht es nicht. Copy and Paste, Copy and Paste. Macht Artikel wie diese publik.

1-10/10: http://www.youtube.com/watch?v=gDrvFiRwWP8

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