Mon-810-Honig ist Sondermüll - und weitere aktuelle Informationen
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- Kategorie: Ohne Gentechnik
- Erstellt am Mittwoch, 07. September 2011 10:02
Liebe Freunde und Kollegen,
nachfolgend wieder einige wichtige Informationen, soweit diese noch nicht von einem anderen Mailverteiler gesendet wurden:
BÖLW begrüßt EuGH-Urteil: Honig mit Mon 810-Pollen ist Sondermüll
Berlin, 06.09.2011 | Der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschied in einem Grundsatzurteil, dass Honig, der Pollen von nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Pflanzen enthält, nicht in Verkehr gebracht werden darf. „Das wegweisende Urteil des höchsten europäischen Gerichtshofes ist eine gute Nachricht für die Verbraucher und Imker in Europa. Das Recht der Imker, auch künftig Honig ohne Gentechnik herzustellen, wurde gestärkt.“, kommentiert der Vorstandsvorsitzende des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) Felix Prinz zu Löwenstein die Entscheidung. Mit dem Urteil kann der klageführende Imker nun Schadensersatz für seinen nicht verkaufsfähigen Honig vom Freistaat Bayern verlangen, der den Gentech-Mais Mon 810 auf einem Versuchsfeld anbaute.
Der EuGH hat der Position des Imkers stattgegeben, der Pollen von Mon 810 in seinem Honig fand. Es bestätigte, dass die Zulassung des Maises gravierende Lücken aufweist. Beim Zulassungsverfahren wurde die Verwendung des Konstrukts im Pollen und anderen unverarbeiteten Lebensmitteln nicht geprüft. Auch bei der laufenden Neuzulassung von Mon 810 soll die bestehende Zulassungslücke nicht geschlossen werden. „Das Urteil ist eine Ohrfeige für die EU-Kommission und die deutsche Politik, die über viele Jahre die legitimen Interessen der Imker ignorierten“, so Löwenstein.
Das EuGH wendet sich mit dem Urteil auch gegen Versuche von EU-Kommission, Bundesregierung und Agrarlobby, die Nulltoleranz bei nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Pflanzen zu lockern. Der BÖLW begrüßt das und fordert die Bundesregierung auf, sowohl bei der Novelle des Gentechnikgesetzes als auch bei Entscheidungen in Brüssel, die Rechte der Imker und der gesamten gentechnikfreien Landwirtschaft zu stärken. Dabei muss vor allem eine konsequente Umsetzung des Verursacherprinzips angestrebt werden.
Die aufwendige, seit 2005 laufende Klage des Imkers wird von Verbänden und engagierten Bürgern unterstützt. Alle Informationen zu der Initiative finden Sie unter www.bienen-gentechnik.de.
2097 Zeichen, Abdruck honorarfrei, um ein Belegexemplar wird gebeten.
Ansprechpartner: Dr. Felix Prinz zu Löwenstein
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Joyce Moewius
Presse- & Öffentlichkeitsarbeit
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Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW e.V.)
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, Web: www.boelw.de
+++ Die Gentechnik-Petition geht in die nächste Runde. Am 26. September findet die öffentliche Beratung im Petitions-Ausschuss des Bundestages statt. Laden Sie Ihren Abgeordneten zur Beratung ein: www.boelw.de/wahlkreisaktion.html! +++
In Ungarn stehen die Politiker noch hinter gesunden Lebensmitteln. Leider ist dies bei uns sehr oft nicht mehr der Fall. Wenn man sich aber die Verflechtungen mancher Politiker und Funktionäre ansieht, wundert es niemand. Man hat aber vergessen, dass sich das Volk nicht mehr alles gefallen lässt.
http://www.extremnews.com/nachrichten/weltgeschehen/79441394f177638
Ungarn zerstört alle Monsanto GMO Felder
von Manuel Schmidt — veröffentlicht am 23.08.2011 um 17:27
Ein immer größer werdender Gentechnik-Skandal weitet sich gerade in Ungarn immer weiter aus. Trotz eines Verbotes für genetisch modifizierte Organismen, fand man entsprechende Felder, auf denen Gentechnik-Mais angebaut wurde. Davon wurden schon 400 Hektar Mais vernichtet. Insgesamt hat man bislang über 1200 Hektar Ackerfläche ausfindig machen können, auf denen verunreinigtes Saatgut ausgebracht wurde.
In Ungarn sind seit ungefähr einem Jahr behördliche Kontrollen der Felder vorgeschrieben. Das illegal ausgebrachte Saatgut stammte von Monsanto und Pioneer. Für die Landwirte bedeutet dies einen beträchtlichen Schaden, weil es für eine erneute Aussaat von Mais zu spät ist. Außerdem ist das Unternehmen, von dem das Saatgut gekauft wurde, zahlungsunfähig, daher wird es mit Sicherheit keine finanzielle Entschädigung geben.
Das ungarische Parlament hat eine neue Verfassung verabschiedet, in der festgelegt wurde, dass die Landwirtschaft gentechnikfrei bleiben soll. Die Verfassung mit dem entsprechenden Artikel, der jedem Bürger ein Recht auf materielle und mentale Gesundheit zusichert, wird am 1. Januar 2012 in Kraft treten.
Vor weniger Wochen hat die Metzgerei Pfaffenberger in Hessen als Pionier komplett auf gentechnikfreie Erzeugung umgestellt. Hier ein weiteres Beispiel aus Österreich. Der Markt kippt und wer jetzt den Anschluss verpasst, wird Absatzprobleme bekommen.
http://noe.orf.at/stories/532856/
WIRTSCHAFT 18.08.2011
Fleischproduktion ohne Gentechnik
Als ein Vorzeigebetrieb in Sachen Eigenkontrolle ist am Donnerstag die Groß-Fleischhauerei Berger in Sieghartskirchen (Bezirk Tulln) präsentiert worden, wo seit kurzem gentechnikfreies Fleisch produziert wird.
400 Mitarbeiter verarbeiten in Sieghartskirchen 22 Millionen Kilogramm Fleisch pro Jahr, Berger ist damit einer der größten fleischverarbeitenden Betriebe Österreichs. Die Entscheidung, nur noch gentechnikfreies Schweinefleisch zu produzieren, also Tiere aus der Umgebung zu verwerten, die gentechnikfrei gefüttert worden sind, ist österreichweit einmalig.
Dementsprechend sensibel ist der Umgang mit Hygiene: Jeder Mitarbeiter muss durch eine Desinfektionsschleuse, Fehler sollen möglichst ausgeschlossen werden. Zusätzlich wird wöchentlich behördlich kontrolliert. Für Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) ist Berger ein Beispielbetrieb: "Ganz entscheidend ist, dass die Unternehmen in der Eigenproduktion darauf achten, dass sie auch nur die besten Lebensmittel produzieren und freigeben." Leitner: "Inspektoren sind täglich unterwegs"
Der für Konsumentenschutz zuständige Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Leitner (SPÖ), betont, dass der Betrieb wöchentlich kontrolliert wird: "Wir sind tagtäglich mit unseren Lebensmittelinspektoren und den Amtstierärzten unterwegs, um die Kontrollen durchzuführen und natürlich auch Negatives aufzuzeigen. Aber es gibt den Spruch 'Tue Gutes und sprich darüber'
http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/24143.html
09.07.2011
Gentechnik-Anbau in den USA: Kein Weg mehr zurück
In Europa kommt Gentechnik in der Landwirtschaft kaum zum Einsatz. Weder Landwirte noch Verbraucher sind von der Technik überzeugt. Anders in Nordamerika, wo Gentechnik-Mais, -Soja, -Raps und -Zuckerrübe den Markt erobert haben. Durch eine Kombination verschiedener Herbizid- und Insekten-Resistenzen haben die Landwirte viele Vorteile, könnte man meinen. Der Film „Farmer to Farmer - The truth about GM Crops“ von Michael Hart zeigt das Gegenteil. Der britische Farmer ist quer durch die USA gereist und hat dort mit Landwirten über den Anbau gentechnisch veränderter Organismen gesprochen. Die Betroffenen sind desillusioniert über stark steigende Saatgutpreise und herbizid-resistente Unkräuter, die teilweise per Hand entfernt werden müssen, weil kein Gift mehr dagegen hilft. Sicherheitsabstände funktionieren nicht, berichtet ein Landwirt, der Versuch einer Koexistenz mit gentechnikfreier Landwirtschaft ist gescheitert. Gefragt nach Empfehlungen für europäische Landwirte, raten die amerikanischen Kollegen vom Anbau gentechnisch veränderter Organismen ab, da kein Weg mehr zurückführe. Ihnen bleibe schlicht nichts anderes mehr übrig, als GVO anzubauen. Denn gentechnikfreies Saatgut ist auf dem Markt kaum zu bekommen und werde außerdem nicht mehr weiterentwickelt.
Und wieder war es nur blindes Versprechen ohne Erfolg:
30.08.2011
Käfer überlebt Gentechnik-Pflanze: Monsanto-Aktien fallen
Monsanto-Aktien sind gestern um knapp 4 Prozent gefallen, nachdem bekannt wurde, dass Maiswurzelbohrer in Iowa Resistenzen gegen gentechnisch veränderten Mais der Firma entwickelt haben. Auf vier Feldern hat der Entomologe Aaron Gassmann der Iowa State University die resistenten Insekten entdeckt. Monsantos Bt-Mais produziert ständig ein für Insekten giftiges Protein. Die Entwicklung von Resistenzen wird dadurch begünstigt. Zwar handele sich noch um Einzelfälle, es ist aber gleichzeitig eine Warnung an die Landwirte, ihre Anbaupraxis zu ändern, so der Wissenschaftler. Viele Landwirte praktizieren keine Fruchtfolge und fördern dadurch die Resistenzbildung. Gentechnik-Konzerne bemühen sich derzeit darum, ihre Pflanzen mit weiteren Resistenzen auszustatten und bieten mittlerweile Pflanzen mit mehreren gentechnischen Veränderungen an.
Als Ergänzung noch am Beispiel „Müller-Milch“, wie man uns für dumm verkauft – aber von der hohen Politik ist dies ganz reell. Auch das sind viele Millionen an Zuschüssen aus dem Agraretat, die den Bauern als Subventionen vorgeworfen werden, niemals aber bei irgendeinem Landwirt ankommen. Wie lange wird man uns noch belügen.
http://www.slideshare.net/Lukeeey/muller-milch-presentation
Und zum Schluss noch etwas zum Lachen und Nachdenken:
Dachte ich mir glatt, als ich diese Meldung bekam, dass es irgendwo noch ein Bayern gibt. Aber nein, es war wirklich unser Bayern. Hoffentlich überschlägt man sich bei diesem Salto nicht. Man möchte es nicht glauben, wie sich Politiker drehen können, wenn der Druck groß genug ist. Da mache ich keinen Unterschied, welche Farbe.
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen - es ist ein sehr guter Ansatz, wenn man das jetzt auf einmal von ganz oben fordert. Es ist der einzig richtige Weg, den wir seit vielen Jahren verfolgen und initiieren. Wir wären heute schon viel weiter, wenn uns nicht genau diese (amtlichen) Stellen vehement gehindert hätten. Aber scheinbar gibt es doch immer wieder Wunder! Wird doch nicht etwa der „Engel Aloisius“ wieder zu Besuch in der Regierung sein?!?
Ganz glaube ich es doch noch nicht! Lassen wir uns überraschen.
Bayern will Futtermittel ohne Gentechnik
Viele Tiere werden mit gentechnisch verändertem Soja gefüttert. In Bayern soll sich das, laut Minister Brunner, bald ändern.
Der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU).
München. Bayern ist auf dem Weg zu gentechnikfreien Futtermitteln einen Schritt weiter. Die Anbaufläche für heimisches Soja sei von 2010 auf 2011 um ein Viertel auf rund 3000 Hektar vergrößert worden, sagte Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) der Nachrichtenagentur dpa. Insgesamt solle die Fläche auf 5000 Hektar steigen. Mit dem Aktionsprogramm „Heimische Eiweißfuttermittel“ will der Minister den Eigenanbau stärken und damit den Sojaimport zurückfahren. Die Freien Wähler kritisierten, die angestrebte Anbaufläche sei viel zu gering.
Derzeit werden jährlich 800 000 Tonnen Sojafuttermittel unter anderem aus Südamerika und den USA importiert - davon sind 90 Prozent gentechnisch verändert. Um einen Beitrag zur Erzeugung gentechnikfreier Lebensmittel zu leisten, will Brunner in den nächsten beiden Jahren rund zwei Millionen Euro in die Produktion heimischen Eiweißfutters investieren. „Ich spüre, dass das auch in der Gesellschaft auf breite Zustimmung stößt.“ Der Eigenanbau verbessere zudem die Versorgungssicherheit für die Landwirte, stärke regionale Wirtschaftskreisläufe und diene dem Klimaschutz.
Mehr einheimische Produktion
„Erstes Ziel ist, dass wir für die Biobauern die Eiweißversorgung aus heimischer Erzeugung sicherstellen“, sagte Brunner. Neben Soja sollen auch andere eiweißhaltige Pflanzen wie Erbsen und Luzerne verstärkt als Futterpflanzen angebaut werden.
In der Rinderhaltung sei ein Verzicht auf Import-Soja leichter zu erreichen, da die Tiere auch Gras und Klee fressen. Dort sollen die Importe halbiert werden - auf 200 000 Tonen. Bei Schweinen, die im Wesentlichen Hülsenfrüchte brauchen, sei die Umstellung schwieriger. Die Bauern werden mit Beratungen und Versuchsvorführungen unterstützt.
Viele Grüße – und freut euch, das Ende der Gentechnik naht.
Feilmeier Josef
- Internationale Arbeitsgruppe Futtermittel NON-GVO
www.feilmeier.info/OhneGentechnik






